Gemeinsam Zukunft gestalten: Ein Rückblick auf unsere Ortsteil-Dialoge 2026

Bürgernah, direkt und lösungsorientiert: Unter dem Motto „Bürgermeister im Dialog“ war die Gemeindeverwaltung in den vergangenen Wochen intensiv in der Gemeinde unterwegs. In Bärental, Altglashütten und Falkau nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, um bei gemeinsamen Rundgängen direkt mit Bürgermeister Johannes Albrecht sowie Fachleuten aus dem Rathaus, dem Gemeinderat und dem Bauhof ins Gespräch zu kommen.

Das Bild zeigt Personen beim Ortsteildialog in Bärental am Adlerweiher
Das Bild zeigt Bürgermeister Albrecht und Personen beim Ortsteildialog in Altglashütten vor dem Rathaus
Das Bild zeigt Personen beim Ortsteildialog in Falkau

Das Fazit nach drei intensiven Terminen fällt durchweg positiv aus. Der direkte Austausch unter freiem Himmel hat einmal mehr gezeigt, wie viel bewegt werden kann, wenn Verwaltung, Bürgerschaft und ehrenamtliches Engagement Hand in Hand gehen.

Die großen Leitplanken unserer Gemeindeentwicklung

Auch wenn jeder Ortsteil seine ganz eigenen Themen mitbrachte, kristallisierten sich über alle drei Dialoge hinweg zentrale Schwerpunkte heraus, welche die Gemeinde Feldberg auch in den kommenden Jahren strategisch begleiten werden:

  • Begegnungsorte und Dorfgemeinschaft: Ob das lebendige und durch bürgerschaftliche Initiativen hervorragend entwickelte Erlebnis-Areal am Minigolfplatz in Falkau oder die Perspektiven rund um das „Dörfle“ und am Skilift in Altglashütten – lebendige Treffpunkte sind das Herzstück unserer Ortsteile. Die Gemeinde unterstützt diese Entwicklung aktiv, sei es durch die Kooperation mit lokalen Initiativen oder beispielsweise die schrittweise, naturnahe Erneuerung unserer Wassertretstellen (unter anderem gefördert durch die Budgets der Josef-Wund-Stiftung).
  • Transparenz bei der Straßensanierung (Die unsichtbaren Faktoren): „Wann wird die Straße vor meiner Haustür saniert?“ – diese Frage bewegt verständlicherweise Einwohnende aus allen Ortsteilen. Bei den Rundgängen wurde transparent aufgezeigt, dass die Sanierung von Ortsstraßen zu den komplexesten und kostenintensivsten Aufgaben einer Gemeinde gehört. Das liegt vor allem an den „unsichtbaren“ Herausforderungen unter dem Asphalt: Wasser- und Abwasserleitungen, Breitbandausbau und Fundamente bestimmen maßgeblich die Prioritäten und Kosten. Wie aufwendig solche Projekte sind, zeigt die Straße „Am Sommerberg“ in Altglashütten. Hier fließen jahrelange Planungen, Förderanträge und unerwartete Herausforderungen im Unterbau zusammen. Saniert wird daher streng systematisch nach einer fundierten Zustandserfassung der gesamten Gemeindeinfrastruktur.
  • Werterhalt unserer Spazierwege und Brücken: Für die Instandhaltung der kleineren Brücken und Stege auf unseren Wanderwegen ist unser Bauhof zuständig. Nach erfolgten Sicherheitsprüfungen werden diese sukzessive repariert oder erneuert. Dass wir dabei Ressourcen schonen, zeigt ein aktuelles Beispiel: Nicht mehr benötigte Stahlträger des alten Biberstegs werden vom Bauhof beim anstehenden Brückenneubau am Birkenweg nachhaltig wiederverwendet.
  • Mobilität der Zukunft und Tourismus: Von der Anbindung an den ÖPNV und der Verkehrsleitung am Bahnhof Bärental bis hin zu modernen Sharing-Konzepten (E-Car und E-Bike) am Bahnhof Altglashütten: Die Verknüpfung von Bahnanreise und flexibler Mobilität vor Ort ist ein Schlüsselthema. Gleichzeitig zeigt die gemeinsame Erarbeitung der neuen Rad- und Wanderwegbeschilderung mit der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) und lokalen Initiativen, wie wir Qualität für Gäste und Einheimische gleichermaßen schaffen.
  • Heimatgeschichte und Naturraum: Unsere Natur ist unser größtes Gut. Ein besonderes Highlight war die IG Vorderfalkau, die am Falkauer Wasserfall nicht nur für neue Aufenthaltsqualität sorgt, sondern auch ein Stück spannende Heimatgeschichte in Form einer historischen Holzflößrutsche im Wald freigelegt hat.

Ein wichtiger Appell für gegenseitige Rücksichtnahme

Neben all den positiven Entwicklungen oder Verbesserungsideen wurden in den Dialogen auch kritische Themen offen angesprochen. Ein zentrales Anliegen der Anwohnenden aus allen Ortsteilen betrifft die Verkehrssicherheit in unseren Wohngebieten.

Hier kam die besorgniserregende Rückmeldung, dass die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen (Tempo 30) leider allzu oft ignoriert werden – und das häufig von Einheimischen.

⚠️ Sicherheit im Straßenverkehr beginnt vor der eigenen Haustür.

Geschwindigkeitsbegrenzungen sind keine Schikane, sondern ein Versprechen an die Gemeinschaft, aufeinander achtzugeben. Bitte nehmen Sie im gesamten Gemeindegebiet – besonders zum Schutz unserer Kinder – konsequent den Fuß vom Gas!

Ausblick: Geht die Dialog-Reihe im Herbst weiter?

Das Interesse und die durchweg konstruktive Atmosphäre haben gezeigt, wie wertvoll dieses Format für Feldberg ist. Weil von Seiten der Bürgerschaft der Wunsch nach einer Fortsetzung geäußert wurde, prüft die Verwaltung derzeit die Organisation eines Zusatztermins im Herbst für den Ortsteil Feldberg-Ort. Entsprechende Informationen hierzu werden rechtzeitig veröffentlicht.

„Dass uns von den Bürgerinnen und Bürgern wiederholt signalisiert wurde, selbst mit anpacken und kleine Verbesserungen in Eigenleistung gemeinsam mit dem Bauhof gestalten zu wollen, ist ein großartiges Zeichen für den Zusammenhalt in unserer Gemeinde.“ (Bürgermeister Johannes Albrecht)

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich die Zeit genommen und unsere Gemeinde mit ihren Ideen und Beiträgen ein Stück besser gemacht haben!